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Van der Valk Rundfahrt

30.08.2007 - 02.09.2007

Eigentlich wollten wir vom Kieler RV dieses Jahr ein eigenes Team für diese Rundfahrt aufstellen, aber durch mehrere Ausfälle bekamen wir die 5 Fahrer für unser Team nicht voll, so dass wir die Rundfahrt absagen mussten.
Da in Lübeck auch Personalnot herrschte und Roman kurzfristig krank wurde, konnte ich doch noch als Ersatz für Roman im Lübecker Trikot starten.
Das Team bestand damit aus den beiden Lübeckern Björn und Phillip, Dennis aus Husum, sowie Tim und mir aus Kiel.

Die Rundfahrt umfasste dieses Jahr 3 Etappen plus einen Prolog am ersten Tag.
Prolog8 km Einzelzeitfahren
1. Etappe104 km Strassenrennen
2. Etappe138 km Strassenrennen
3. Etappe61 km Mannschaftszeitfahren


Prolog

Den Auftakt bildete der Prolog über 8km Rund um unseren Ausgangsort Linstow, wo auch die Ferienanlage steht, in der wir untergebracht waren.
Zeitfahrmaterial war sowohl für den Prolog als auch für das Mannschaftszeitfahren am Sonntag nicht zugelassen, so dass wir auf unseren "normalen" Strassenrädern fuhren. Das Wetter ließ leider arg zu wünschen übrig! Es regnete und der Wind stand ganz schön auf dem Kurs.
Björn startete als erster von uns und setzte gleich mit 11:20 min eine ganz schöne Marke. Phillip kam mit 12:14 nicht ganz an diese Zeit heran, schlug sich aber achtbar. Ich wollte versuchen, nicht zu viel Zeit auf Björn und die Spitze zu verlieren, was mir mit 11:29 besser gelang, als ich gedacht hätte!
Dennis (12:31) und Tim (12:09) rundeten die Leistungen ab.
Mit Platz 11 für Björn und Platz 17 für mich konnten wir auch ganz zufrieden sein.


1. Etappe

Die erste Etappe wurde wieder durch Regen und Wind geprägt, aber leider auch durch viele Stürze. Nach 20 km gab es eine Kopfsteinpflasterpassage nach einer schnellen Abfahrt, die auf der Mannschaftsleiterbesprechung nachdrücklich als sehr gefährlich eingestuft wurde. Trotzdem hielten es manche wohl nicht für nötig, ihre Fahrweise anzupassen, so dass für einzelne Fahrer die Rundfahrt schon früh endete.
Für die Zwischensprints auf den Etappen hatten wir uns eigentlich viel vorgenommen, konnten dies aber leider überhaupt nicht umsetzen, so dass wir ohne einen einzigen Punkt aus dieser Etappe gingen.
Ansonsten war auf der Etappe nicht sonderlich viel los, da die beiden führenden Teams sehr bedacht darauf waren, niemanden zu weit weg fahren zu lassen, der ihre Führung in Gefahr bringen könnte.
Im Finale wurde es dann wieder ziemlich hektisch, da natürlich alle vorne mitmischen wollten. Aus einer unnötigen Rangelei im vorderen Teil resultierte dann ein Massensturz 2 km vor dem Ziel, dem ich nur knapp ausweichen konnte. Tim und Dennis kamen auch noch knapp drum herum, auf dem Asphalt zu landen, Philipp und Björn hatten leider nicht so viel Glück und fanden sich auf dem Boden wieder.
Da der Sturz auf den letzten 3 km passierte, gab es wenigstens für niemanden Nachteile in der Gesamtwertung, da alle die gleiche Zeit angerechnet bekamen.
Im Sprint der ca. 40 Fahrer, die ohne großen Zeitverlust um den Sturz herumgekommen waren konnten wir uns gut behaupten. Tim wurde 8., ich schaffte noch so gerade eine Plazierung und wurde 10., während Dennis sich von hinten noch auf Platz 15 vorkämpfen konnte.
Damit steigt Tim in die B-Klasse auf und mir fehlt auch nur noch eine Plazierung um ihm in die B-Klasse zu folgen! :-)


2. Etappe

Auf der 2. Etappe spielte endlich das Wetter auch mal mit und die Fahrweise im Feld war nicht mehr ganz so nervös wie am Vortag.
Da die beiden führenden Teams am Vortag alles zusammengehalten hatten, stellten wir uns auf einen Tag ein, an dem wieder nicht sehr viel los sein würde, was sich leider zum Ende hin als Trugschluß herausstellte.
Eine ganze Weile war es im Feld sehr ruhig, da Jan Jensen von Uni Hamburg sich alleine abgesetzt hatte und alle darauf warteten, dass irgendwer die Verfolgung aufnehmen würde. Damit hielten sich die führenden Teams aber sehr lange zurück und auch sonst fühlte sich keiner dafür zuständig.
Erst als es zur 2. Sprintwertung ging, kam im Feld etwas Tempo auf, so dass der Ausreißer dann auch bald gestellt wurde.
Danach wurde wieder relativ viel attackiert, aber niemand konnte sich so recht absetzen. Auch ich fuhr mal einige Kilometer alleine vor dem Feld, wurde aber auch wieder gestellt.
Erst als dann eine kleine Gruppe etwas Vorsprung herausfahren konnte kam Leben auf. Das Team des Gesamtführenden hatte einen Fahrer vorne, genau wie das Team des Zweitplazierten, dass 2 Fahrer hinterherspringen ließ und dann vorne in der Gruppe zu dritt auf das Tempo drückte.
Das führende Team war von dieser Situation ziemlich überrumpelt und versuchte hinten das Loch wieder zu schließen, was ihnen aber nicht recht gelang. Daraufhin fragten sie bei nahezu jedem Team an, ob man nicht mithelfen würde. Einige Teams beteiligten sich daraufhin etwas vorne, was aber nicht reichte, um die Ausreißer wieder ganz einzufangen.
So kam die 8-köpfige Gruppe mit gut einer Minute Vorsprung nach 140 km ins Ziel. Als wir dort ankamen war ich leider nicht sehr aufmerksam, da ich ein wenig gefrustet war, dass keiner von uns in der Gruppe mit dabei war.
So rollte ich irgendwo im Hauptfeld ins Ziel ohne zu merken, dass vor mir eine Lücke gerissen war, die mich in der Gesamtwertung 13 Sekunden kostete.
Die anderen konnten sich vorne aber gut behaupten. Dennis wurde im Sprint des Feldes 5., dicht gefolgt von Phillip, Tim und Björn.


3. Etappe

Das Mannschaftszeitfahren über gut 60 km war eins der härtesten Rennen, das ich bis jetzt gefahren bin!!!
Am Anfang ließen wir es extra etwas langsamer angehen, da wir wussten, dass die letzten 20 km mit Gegenwind und einem fiesen Anstieg, sowie vielen "Wellen" extrem hart werden würden.
Nach ca. 25 km dann der erste Schreck. Björn als starker Zeitfahrer hatte Defekt, so dass wir auf ihn warten mussten, was uns doch einige Zeit kostete.
Einige km später konnte dann Tim unserem Tempo leider nicht mehr folgen, sodass wir nur noch zu viert gegen den Wind kämpften. Ich fühlte mich die ganze Zeit noch sehr gut, war auf dem Gegenwindstück dann aber echt froh, dass wir vorher nicht noch schneller angegangen sind.
Ab km 40 wurde es nochmal richtig hart! An den kurzen Wellen mit Gegenwind sank das Tempo teilweise auf gerade mal knapp über 20 km/h!!!
An den längeren Hügeln konnte ich dann aber noch einige Kräfte mobilisieren und zog die anderen dort mit hoch. Ich hatte echt einen ziemlich guten Tag erwischt und konnte am Ende sogar noch ein bisschen mehr arbeiten, als unser Zeitfahrspezi Björn. Aber auch Dennis fuhr dafür, dass er kein ausgemachter Zeitfahrer ist sehr stark und Phillip kämpfte bis zum letzten, so dass wir im Ziel die aktuelle Bestzeit um über eine Minute unterboten!

Danach hatten wir aber auch echt erstmal genug vom Radfahren...
Tim hatte noch das Pech, dass er kurz nachdem er abreißen lassen musste auch noch einen Platten bekam! Er kam aber dank Schlauchreifen ohne größere Probleme ins Ziel.
In der Tageswertung fuhren wir damit auf den 6. Platz mit gerade einmal 33 Sekunden Rückstand auf den 3. Platz! Ohne den Platten von Björn wäre wohl sogar das Podium möglich gewesen! :-)


Damit verbesserten wir uns in der Gesamtwertung alle wieder ein Stück. Dennis schaffte sogar den Sprung von 63 auf 21!
Am Ende hieß es für uns damit:
12. Platz Björn (+ 3:59)
15. Platz Gregor (+ 4:21)
17. Platz Phillip (+ 4:53)
21. Platz Dennis (+ 5:10)
67. Platz Tim (+ 13:43)

Für mich war die Rundfahrt auf jeden Fall mal wieder ein schönes Erlebnis und auch ein guter Erfolg. So langsam ist die Form wieder richtig gut! :-)

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