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Oderrundfahrt

06.07.2012

Ein unerwartetes Highlight hatte ich am vergangenen Wochenende. Eigentlich hätten die Deutschen Meisterschaften das große Highlight werden sollen, aber die Oderrundfahrt in Frankfurt (Oder) war sowohl vom Ergebnis, als auch vom Erlebnis her noch höher einzustufen.
Mit 6 Fahrern waren wir als BIKE Market Team am Start: Jule, Marcel, Tim, Stefan und Gastfahrer Daniel Rackwitz stellten das Team für dieses lange Wochenende. 4 Etappen an 3 Tagen standen auf dem Plan. Das Rundstreckenrennen am Freitag Abend war erstaunlich schwer und forderte allen Fahrern höchste Anstrengungen ab. Ich verpasste die Spitzengruppe und musste mich am Ende mit Platz 27 zufrieden geben.
Das Straßenrennen am nächsten Morgen lief dann doch vorerst deutlich besser. Nach knapp der Hälfte der 140km fand ich mich in einer 3-köpfigen Ausreißergruppe wieder, die bis zu 2:30 Minuten Vorsprung heraus fahren konnte. Leider war es dann kurz vor Ende vorbei, als wir 4km vor dem Ziel von den Sprintermannschaften wieder gestellt wurden.
Im Zeitfahren über 20km am Abend konnte ich mich dann mit einem Schnitt von 44,8 km/h (persönliche Bestleistung) wiederum auf Platz 27 einsortieren.
Das Highlight kam dann am Sonntag, wo ein fieser Schlussanstieg einer 11km langen Runde 14 Mal zu fahren war. Der Anstieg hatte eine länge von ca. 1km und war bis zu 16% steil. Damit es auch nicht zu einfach wurde, war der Anstieg komplett aus grobem Kopfsteinpflaster und vom Regen der letzten Nacht noch nass und rutschig.
Trotz der sehr starken Besetzung des Rennens kam ich extrem gut zurecht und fühlte mich erstaunlicherweise im Anstieg pudelwohl. Während das Feld immer kleiner wurde und immer mehr Fahrer des Rennen vorzeitig beendeten konnte ich mich immer ganz vorne behaupten. Ein ganz großer Dank geht dabei an mein Team, dass mich dabei hervorragend unterstützte! Besonders Stefan und Racki rissen sich buchstäblich den Arsch auf, um mich zu unterstützen!
Racki schaffte es, nach 1,5 Runden langer Verfolgungsjagt, kurz vor dem letzten Anstieg wieder im Feld zu sein und fuhr mich mit letzter Kraft in guter Position in den finalen Anstieg. Dort erwischte mich dann leider im steilsten Stück das Pech und die Kette sprang vom größten Ritzel in die Speichen, so dass ich absteigen musste. An Position 3 liegend war das der denkbar ungünstigste Moment! Trotzdem schaffte ich es noch, die Kette schnell wieder zu retten und irgendwie wieder anzufahren. Mit letzter Kraft überholte ich noch zwei Fahrer und konnte mir trotz des Pechs noch einen 10. Platz sichern!
Durch die großen Lücken, die der Anstieg in das Feld gerissen hatte, konnte ich auch noch viel Boden in der Gesamtwertung gut machen und landete dort auf dem 15. Rang.
Mit Blick auf die sehr starke Besetzung der Rundfahrt war ich damit mehr als zufrieden, auch wenn ich natürlich der Chance auf einen Podiumsplatz auf der letzten Etappe nachtrauerte...

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